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Bildung und Nachhaltigkeit

Referentin: Maga Kornelia Krajasits - ÖIR-Informationsdienste GmbH

Teilnehmer

  • Orsolya Ferenc
  • Ildikó Kertész
  • Anita Thaler
  • Marietta Kabova
  • Lucyna Duda
  • Lucyna Jaronicka
  • Svatana Rumpelová
  • Anna Vrsecká
  • Janez Turnsek
  • Johann Stehrer
  • Milica Bracun

Was war vor dem EU Beitritt?

Arbeitslosenquoten 2004 (insgesamt)
Arbeitslosenquoten 2004 (‹25 Jahre)
Arbeitslosenquoten 2004 (Frauen)
Erwerbsquoten 2004 (Frauen)
Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2002 in Marktpreisen – Kaufkraftparitäten je Einwohner
Beschäftigte nach höchstem erreichten Bildungsgrad – Tertiärbereich
Beschäftigte nach höchstem erreichten Bildungsgrad – Primäre Ausbildung
Beschäftigte 2000-2004 nach höchstem erreichten Bildungsgrad – Tertiärbereich
Beschäftigte 2000-2004 nach Geschlecht – insgesamt
Beschäftigte 2000-2004 nach höchstem erreichten Bildungsgrad – Primäre Ausbildung

Themen

  • Alte Industriegebiete – unterliegen einem Strukturwandel
  • Grenzregionen – interkultureller Austausch zur Erweiterung
  • Pendeln im regionalen Raum – Migration (zur Arbeit)
  • Gut ausgebildete Mädchen, die dann keinen adäquaten Job finden
  • Facharbeiter gewünscht - für Personen mit Hochschulabschluss wenig Nachfrage
  • Qualität der Arbeitskräfte - Dispäritäten im Bereich von Angebot und Nachfrage
  • Hohes Niveau an Arbeitslosigkeit in ländlichen Regionen
  • Städtische Regionen - spezifischer Arbeitsmarkt

Bilder / Europakarten

  • Zahl der Arbeitslosen
  • Entwicklung der Arbeitslosen
  • Arbeitslosigkeit der Frauen
  • Jugendarbeitslosigkeit (stark ländlich geprägt, je stärker strukturiert eine Gesellschaft desto weniger wandlungsfähig ist sie; Angebot und Nachfrage nicht immer deckungsgleich mit dem was gefordert wird – führt zu gewollter und erzwungener Mobilität; große Änderungen durch gesellschaftliche Änderungen: Staatliche Betriebe zerfallen, neue Profile wurden gesucht)

Kommentare

  • Kroatien: Statistische Daten für Land nicht aussagekräftig; Arbeit da, aber Aktivitäten müssen gesetzt werden; Landflucht – Zagreb – Mobilität im Land ist nötig!
  • Slowenien und einige Inseln haben hohe Arbeitslosigkeit, Zagreb und Tourismusgebiete kaum Arbeitslose
  • Bulgarien: Auf Tourismus verlassen ist Saisonjob!
  • Slowenien: Tagesmigration ist für manche Länder kein Problem, da die Verkehrswege gut ausgebaut sind z.B. in Slowenien
  • Slowenien: Arbeitsmarktpolitik: Industrielle Region nicht so groß, Mittelbetriebe stärker verankert als z.B. in Polen oder Ungarn – wichtige Ansätze da: Mittelbetriebe sind krisensicherer – Verlagerung ins Ausland eher selten - Bindung an die Region auch von Jugendlichen

Frauenerwerbsquote

maßgeblich: Traditionen, Religion

  • Irland: kaum weibl. Beschäftigung vor 10 Jahren, heute Frauen stärker in den Arbeitsprozess integriert.
  • Südeuropa: wenig Frauen im Arbeitsprozess
  • Ungarn: westlich vom Plattensee sieht es gut aus, andere Gebiete schlecht Konservativere Familienpolitik drängt Frauen zurück; in der kommunistischen Zeit hohe Frauenerwerbsquote.
  • Skandinavien: hohes Bildungsniveau, Kinderbetreuung, Karenz ... daher die hohe Quote
  • Bulgarien: gleicher Zugang für Mädchen und Buben, Aufnahmeprüfung da Mädchen viel besser, daher Bubenquote; freier Zugang.
  • Slowenien: auf der vorletzten Stelle bei Arbeit. Real studieren viele, da kein Job, aber man braucht die Akademiker nicht, weil sie keine Erfahrung haben, früher: zuerst Schule dann Arbeit und dann Diplom.
  • Österreich in den 80er Jahren: Mädchen verstärkt in der univ. Ausbildung – Sinken der Frauenbeschäftigung weil in Ausbildung.

In städtischen Zentren hohe Ausbildungsquoten, ebenso in den Industriegebieten – Schulneubauten in den Regionen – Bildungsniveau ist gestiegen. Im Agrarbereich hat die Quote nicht mitgezogen.

Einschränkung durch bildungs- und steuerpolitische, finanzpolitische Rahmenbedingungen

  • Staat darf sich nicht aus der Bildung zurückziehen
  • Welchen Anteil hat Bildung am Staatshaushalt?
  • Wohlstand in den Regionen: südlich und östlich: dynamische Entwicklung, Wachstumsraten höher als im »alten Europa« - Zusammenhang mit Förderungen

Branchen

  • Tourismus: spezieller Arbeitsmarkt: flexibel
  • Industrie: Schwerindustrie, Bergbau: Standort inflexibel: Rohstoff abhängig, unterschiedliche Arbeitskräfte, starke Tradition, Verbundenheit zum Beruf
  • Dienstleistung: Handel: flexible Arbeitszeiten, wenig Ausbildung, Niedriglohn, viel Frauen
  • Wirtschaftsdienstleistungen: Hohe Ausbildung, Mobilität

Bildung als Standortfaktor / Interregionaler, interkultureller Austausch

Unter Berücksichtigung der Faktoren: Industrie, Bergbau, Tourismus

Dienstleistungen

Was sind die wichtigen Fragen/Anforderungen aus der Sicht der AG an die Schule? Und was können sie als Schule den AG anbieten?

  • Handel: Niedriglohn – geringe Qualifikation, Hochlohn/hohe Qualifikation

Boomender Bereich: Banken, Versicherungen etc. Krankenbetreuung/soziale Berufe (wichtig, aber Wertung trotzdem sehr gering)

Tourismus (Polen, Ungarn)

Welche Anforderungen aus der Sicht der Betriebe?
Welche Potenziale haben die Schulen? Welche Anforderungen hat der Staat an die Schulen? Sprachkenntnisse für Zusammenarbeit;
nicht nur Englisch als Fremdsprache, sondern die Sprachen der Nachbarländer erlernen
z.B. Russen ein Wirtschaftspotenzial – keiner spricht mehr russisch auch in den MOE Ländern
Englisch gewünscht, aber es wird in dieser Region kaum gebraucht; Investoren kommen aus vielen europ. Ländern;
Verkauft wird Sonne, Meer und Essen aber nicht Kultur, trotz sehr guter Allgemeinbildung an den Schulen. Es fehlen kulturelle Angebote in Kroatien aus touristisch ausgerichteten Schulen; Modelle aus Übersee sind für Politiker, interessanter auch wenn sie nicht mit gewachsenen Traditionen kompatibel sind; Schule ist träge: hinkt hinter den Anforderungen des Tourismus her; Kurse für Spezialisierungen;

Industrie (Slowenien, Kroatien, Polen)

Lokale- / regionale- / traditionelle- / internationale Industrie
Ausbildung stark auf Englisch ausgerichtet, kaum Nachbarsprachen gelernt – wie wird kommuniziert wenn nur in Englisch verständigt?
Abwanderung von Großkonzernen z.B. von Siemens Austria nach Bulgarien;
Verlagerung passiert in Gegenden mit traditionell gut ausgebildeten Facharbeitern:
Standort Österreich: Veredelungsindustrie als Chance für die Zukunft, Masse ist billiger in anderen Ländern zu produzieren;

Ergebnisse

  • Fremdsprachen nötig – an den Nachbarländern orientieren
  • Offenheit
  • Kreativität
  • Fähigkeit der Zusammenarbeit
  • alte Beziehungen, die wieder aktuell werden, wieder aktiv fördern
  • Schule sollte leisten: Schnupperkurse, heranführen an industrielle Arbeitsweise
  • Bewusstsein schaffen für Industrie und produzierenden Bereich im allgemeinbildenden Bereich; dieser bildet eher humanorientierte Berufe aus; daher ist es hier wichtig Bewusstsein zu schaffen.
  • Austausch im regionalen Bereich wichtig: Burgenland, Ungarisch, Slowakischen Grenzraum starker wirtschaftlicher Zusammenhalt, Austausch über die Grenzen
  • nicht nur Internationalisierung, sonder auch Europäisierung und Regionalisierung sind wichtig
  • Schere zwischen hochausgebildeten und schlecht ausgebildeten verringern!

Projektideen

  • Was ist nachhaltiger: Wenn man die Schule nach den Bedürfnissen der Wirtschaft ausrichtet? Wenn man die Schule nach den Universitäten ausrichtet?
    Ist es nachhaltiger wenn die Schüler eine möglichst breit gefächerte Allgemeinbildung erhalten?
  • Was erwartet man von den Salzburger Gymnasien: Wirtschaft, Uni, Künstler ...- Umfrage mit anschließendem Filter: Gemeinsamkeiten
  • Kroatische - österreichische Firmen: was erwarten sie sich von Schulen?
  • Umfrage: welche sind die begehrtesten Berufe aus der Sicht der Gymnasiasten? Welche Berufe sind gefragt: Realität – Vision. Diese Infos können leicht ausgetauscht und verglichen werden: Gegenüberstellung der Berufswünsche der Schüler/innen mit den realen Berufschancen. Vergleich zw. verschiedenen Schulen und Ländern
    Angebot: Datenbank
  • Zukunft - Vergangenheit der Region. Veränderung am Arbeitsmarkt: Möglichkeiten der Eltern: Chancen und Möglichkeiten am Arbeitsmarkt – ein Generationenvergleich
  • Touristische periphere Räume: es wurden viele Informationen gesammelt Umfrage: Können sich die Schüler vorstellen woanders zu arbeiten, studieren, leben (Motive und Vorstellungen). Motive und Vorstellungen der Schüler/innen in einem andern Land zu leben - Maturaklasse: weil Entscheidungen anstehen
  • Auf welche nationalen Besonderheiten wollen wir nicht verzichten zugunsten einer Globalisierung? Eigene kulturelle Potenziale als Input für ein gemeinsames Europa;
  • Umfrage unter den Schlesiern, warum sie ihr Land nicht verlassen? Mobilität
    Tradition und Mobilität am Beispiel einer Bergbauregion.