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Arbeitskreise

Der wichtigste Parameter des ABC Network ist die gemeinsame übernationale und überregionale Auseinandersetzung mit Europa-relevanten Themen.

Das heißt, jeweils zwei oder drei Schulen aus unterschiedlichen Staaten arbeiten innerhalb eines Themenbereichs zusammen, wobei jede Schule im Rahmen von zumindest einer Dialogveranstaltung pro Semester bei ihrer Arbeit durch Expert/innen unterstützt wird.

Die Schulen arbeiten in vier verschiedenen Arbeitskreisen zusammen, deren inhaltliche Schwerpunkte je nach Arbeitsansatz sind:

  • Ein technisch-naturwissenschaftlicher,
  • ein sozioökonomisch/-ökologischer,
  • ein künstlerischer und
  • ein (kultur-)historisch/philosophischer Arbeitsansatz.

Die Arbeitskreise, die daraus hervorgingen (ein technisch/naturwissenschaftlicher Arbeitskreis war aufgrund finanzieller Schwierigkeiten leider nicht länger möglich):

Die vier Workshops zur Themenkonkretisierung der späteren Arbeitskreise:

Der Workshop ARTS

Im Mittelpunkt standen hier folgende Überlegungen: All die europäischen Probleme, welche heute vielen als bereits gelöst gelten, erschienen noch vor kurzem als unlösbar. Unser Kontinent musste eine dramatische Jahrhunderte lange Vorgeschichte erleben, bevor überhaupt eine gemeinsame Zukunft denkbar wurde. Es wäre schade nun zu glauben, dass

  1. die neue Phase unabhängig von der Weltentwicklung harmonisch vor sich gehen werde,
  2. die Spuren der Spaltung des Kontinents schneller überwunden werden als sie entstanden sind,
  3. unsere Generation viel weiter als über bedeutende, aber rein symbolische Ergebnisse herauskommen wird,
  4. politischer Wille hier ohne einen kulturellen Hintergrund viel erreichen kann.

Für Pessimisten bedeutet dies eine Übertreibung der vorhandenen Probleme, für einen Optimisten die Überzeugung, dass einige Aufgaben noch der Nachwelt übrig bleiben. Wie immer bringen auch in diesem Thema tiefer gehende Fragen mehr Nutzen als oberflächliche Antworten.

Der Workshop GESCHICHTE

Das Ziel dieses Workshops war es, neue transnationale Möglichkeiten für Schulpartnerschaften zum Thema Geschichte aufzuzeigen. Internationale Zusammenarbeit und Austausch von historischen Erfahrungen führt zu einem bessern gegenseitigen Verständnis. Die teilnehmenden Länder weisen eine lange gemeinsame Vergangenheit auf, aber was wird in den Schulen gelehrt? Gibt es einen gemeinsamen Blick auf geschichtliche Ereignisse oder setzen verschiedene Länder unterschiedliche Schwerpunkte?

Was ist in den Lehrplänen vorgesehen? Auf welche Weise hat sich gelebte Geschichte in den Lehrbüchern niedergeschlagen? Welche sind die historischen Schlüsselstellen, an denen sich die einzelnen Nationen in ihrer Verschiedenheit herausgebildet haben? Wie können wir uns auf die Gegenwart beziehen und damit zu einer konstruktiven Zukunft beitragen? Konkrete Projekte sollen unter dem Ansatz entworfen werden, dass junge Menschen einbezogen sind, eine Vision eines neuen Europas zu finden, mit der sie sich identifizieren können.

Der Workshop NATURWISSENSCHAFTEN

Einige Fragen, die hier diskutiert wurden: Was können die Naturwissenschaften für eine gemeinsame Zukunft in Europa beitragen? Welche vielversprechenden Entwicklungen gibt es bereits? Was haben die Naturwissenschaften – insbesondere in meinem Land – bisher für eine Rolle gespielt? Welche Einstellungen gegenüber den Naturwissenschaften sind verbreitet? Wie schaut der Unterricht in den Naturwissenschaften aus? (Gemeinsamkeiten und Unterschiede) Was heißt es, Naturwissenschafter/in zu sein in meinem Land? Welche Fragen könnte man an die ihnen stellen? Welche Perspektiven können für Jugendliche interessant sein? Was können sie bei einem Blick über die Grenzen über aktuelle Forschung lernen? Welche Erlebnisse und welche Begegnungen sollten dabei für sie und ihre Lehrer/innen möglich sein?

Der Workshop SOZIOÖKONOMIE

Europa wächst zu einem gemeinsamen Wirtschaftsraum zusammen. Räumliche Distanzen verlieren im Informationszeitalter zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig werden die Besonderheiten regionaler Wirtschaftsmilieus wieder wichtiger. Ziel des Workshops war es, Fragestellungen zu entwickeln, die zu einer Sensibilisierung für das »Gemeinsame« einerseits und das »Besondere« andererseits beitragen.