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Berichte des Arbeitskreis 4: TOPICS – Taking our Past into contemporary Society


Orsolya Ferenc

Ursprünglich entschlossen sich sechs Partnerschulen bei unserer Partnerschaftskonferenz in Wien letztes Jahr zur Teilnahme an diesem Comenius Projekt. Alle diese Schulen wandten sich an ihre nationalen Büros, wobei jedoch die Idee der slowenischen und der italienischen Schulen abgelehnt wurden.

Es verblieben noch folgende Partner:

  1. zur koordinierenden Schule wurde das Bajza József Gimnázium aus Hatvan, Ungarn
  2. Krakau aus Polen
  3. Kezmarok aus der Slowakei
  4. und ein gemeinsamer Partner aus der Partnerstadt der Ungarn, Maassluis, Holland.

Diese Schulen vereinbarten als Titel des Comenius Programms TAKING OUR PAST INTO CONTEMPORARY SOCIETY.

Mit diesem Titel haben wir eine Möglichkeit, unsere Vergangenheit zu entdecken und das Interesse der Schüler für die Gesellschaft der Generation der Großeltern zu wecken. Wir haben beschlossen, verschiedene Bereiche abzudecken, um zu erfahren, welche Ideen es wert sind, sie für zukünftige Generationen zu bewahren.

Im November 2002 organisierten die Partnerschulen ein Treffen in Krakau, um einen Plan für ein Dreijahresprojekt auszuarbeiten, das die genauen Themen und Daten beinhaltet.

Gemäß diesem Plan umfasst das erste Projektjahr:

  1. Ein Treffen in Kezmarok, Slowakei, bei dem ungarische und slowakische Schüler/innen Vergleiche zwischen den Ereignissen 1956 und 1968 ausarbeiteten. Sie hatten ihre Familien gebeten, ihre persönlichen Erinnerungen zu erzählen und herausgefunden, was zur jeweiligen Zeit in ihren Heimatstädten passiert war.
  2. Ein Treffen pro Partner in Krakau, Polen, an dem polnische, slowakische, holländische und ungarische Schüler/innen teilnahmen (ungefähr 10 aus jedem Land) und über die Ereignisse des Zweiten Weltkrieges und des Holocausts von der menschlichen Seite betrachtet sprachen. Sie interviewten Menschen mit persönlichen Erinnerungen und verglichen sie, sodass die Teilnehmer sich ein Gesamtbild dieser Zeit machen konnten. Dann verfassten sie gemeinsam eine Friedensbotschaft für Europa.
  3. Ein Treffen in Hatvan, Ungarn, bei dem die polnischen und die ungarischen Student/innen die gemeinsame Geschichte der beiden Nationen vom 10. Jahrhundert bis heute besprachen. Während des Projektbesuches gingen die Gruppen auf Exkursionen, um Menschen und Orte zu finden, die mit ihrem Thema im Zusammenhang stehen.
  4. Eine Exkursion für die ungarischen Schüler/innen zur Vorbereitung des Themas »biologische Lebensmittel« und »traditionelles Handwerk«. Eine Gruppe von Student/innen fuhr nach Gömörszolos, einem Dorf, in dem die Menschen noch immer die traditionellen Methoden der Alltagsarbeit und der Haltbarmachung von Lebensmitteln verwenden und die bereit sind, diese weiterzugeben. Das Projekt beinhaltet auch ein Thema zu den E-Nummern. Die Resultate der Partnerschulen werden verglichen.

Für die nächsten beiden Projektjahre stehen Treffen auf dem Plan, zu denen jede Partnerschule eine Gruppe entsenden wird:

  1. Ein geplantes Treffen in Hatvan und Gömörszolos, Ungarn zu den Themen »Bioprozessen« und »traditionelles Handwerk«.
  2. Ein Treffen in Kezmarok, Slowakei, bei dem »Weihnachtstraditionen« vorgestellt werden, von Liedern bis zu Gebäck. Durch die Teilnehmer/innen wird dies ein wirklich europäisches Weihnachten.
  3. Ein Treffen in Maassluis, Holland, das auch eine Medienwoche umfasst, bei der die Gruppen einen Film zu einem von ihnen gewählten Thema machen werden, das mit dem ursprünglichen Titel in Zusammenhang steht.
  4. Falls das Projekt der italienischen Schule angenommen wird, gibt es ein Treffen in Catania, Italien bei dem die Gruppen Umweltfragen besprechen werden: wie haben die Menschen ihre Umwelt geschützt und welche negativen Effekte gab es auf unsere Umwelt. Was können wir in diesem Zusammenhang von früheren Generationen lernen.

Im ersten Projektjahr erstellte die koordinierende Schule eine Website mit der gesamten detaillierten Information zu den obigen Projekten und Treffen. Bei der Konferenz möchte ich Ihnen diese Website und ihren Inhalt vorstellen.


Carla Biella

Geschichte und Erinnerungen

Hauptziel unseres Projektes ist es, eine Brücke zu schlagen zwischen der jüngeren und der älteren Generation, wobei unsere Schüler/innen ermutigt wurden, mit den Älteren in ihrer Familie und der Nachbarschaft zu sprechen und vor allem, ihnen zuzuhören. Gleichzeitig haben wir versucht, die Erinnerungen der älteren Generation, bestimmte und wichtige Ereignisse in ihrem Leben, alte Traditionen und Bräuche auf eine persönliche »inoffizielle« Art und Weise zu bewahren und zu sammeln. Wir wollen verhindern, dass diese Dinge verloren gehen, denn wir glauben, dass die jüngere Generation sehr viel daraus lernen kann.

Als wichtigsten Teil des Themas »Geschichte und Erinnerungen« wählten wir den Zweiten Weltkrieg, genauer gesagt die Landung der Alliierten Truppen, der Engländer, Amerikaner und Kanadier, auf Sizilien im Jahr 1943 und die Besetzung der Insel. Im Zuge dieses Projektes haben sich zwei wichtige Elemente besonders heraus kristallisiert, nämlich der Wandlung der »Feinde« in »Alliierte«, gefolgt von der Kapitulation der Italiener, sowie die Vielzahl der alliierten Soldaten sizilianischer Herkunft. Die Geschichte der Landung der Alliierten handelt daher nicht nur von zahlreichen blutigen Kämpfen, sondern auch von so manchem herzlichen Empfang.

Um mehr über dieses Thema herauszufinden, hatten unsere Schüler/innen die Aufgabe in Zeitungen und Geschichtsbüchern nach persönlichen Erinnerungen des Sommers '43 zu suchen. Überdies sollten sie Gespräche mit ihren Großeltern führen, welche ja »live« dabei gewesen waren. Anschließend wählten wir die interessantesten Erinnerungsstücke aus. Außerdem suchten wir nach Fotos aus diesem Zeitraum, wobei wir uns bemühten, in erster Linie auf private Quellen zurückzugreifen. Wir fügten aber auch aktuelle Bilder von Städten und Landschaften ein, die heute noch Spuren des Krieges zeigen. Nachdem wir Texte zu den Bildern verfasst hatten, versuchten wir alles in logischer Reihenfolge chronologisch zu ordnen, wobei wir an der Küste begannen und dann ebenso, wie die Alliierten Truppen damals, landeinwärts »marschierten«, bis wir die wichtigen Städte Palermo, Catania und Messina erreichten. Die meisten der Bilder und Erinnerungen beziehen sich jedoch auf unsere Stadt, nicht nur, weil sie am zugänglichsten waren, sondern auch, weil sie uns am meisten interessierten.

Das Ergebnis wurde dann im Zuge eines Vortrages der Schule vorgestellt, wobei alle 30 Schüler aus den beiden Klassen, die an diesem Projekt beteiligt gewesen waren im Rahmen einer Diashow einen Teil des Projektes präsentieren durften. Wir möchten Ihnen heute in Stadtschlaining dieses Projekt- wenn auch in etwas abgekürzter Form – mit nur zwei Schülerinnen – vorstellen. Darüber hinaus wurde ein Hand-out über den Vortrag und die Dias vorbereitet.