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Berichte des Arbeitskreises 2: Der Lebensstil von Teenagern in der Europäischen UnionMaria PikUnsere Schule, der Schulverband Nr. 32 (Zespół Szkół nr 32) in Warschau, Ožarowska 71 Polen, führt seit 1. September 2002 gemeinsam mit einer österreichischen Schule (BG, BRG Schwechat; Ehrenbrunngasse 6; 2320 Schwechat) und einer Schule aus der Slowakei (Secondary Technical School of Metallurgy (Technische Oberschule für Metallurgie); Alejova 1; 04011 Kosice) als koordinierende Schule ein gemeinsames Projekt im Rahmen des Socrates Comenius Programms durch. Das Thema dieses Projektes ist: Der Lebensstil von Teenagern in einem vereinten Europa. Im Oktober 2002 trafen sich die Auftraggeber zu einem ersten Studientreffen und es fand der erste Workshop der oben genannten Schulen statt. In einer lebhaften und ehrlichen Atmosphäre erarbeiteten wir jene Aufgaben, die während des ersten Jahres unserer Zusammenarbeit ausgeführt werden sollten. Wir vereinbarten, dass wir in einem ersten Schritt die Ähnlichkeiten und Unterschiede ausarbeiten würden, wie die Schüler/innen an unseren Schulen ihren Alltag erleben. Wir erarbeiteten einen Fragebogen über den Lebensstil der jungen Menschen in Polen, Österreich und der Slowakei. Der Fragebogen deckt folgende Themenbereiche ab:
Während unserer Workshops in Warschau einigten wir uns auf eine Reihe von Themen für eine schriftliche Präsentation (Essays, Gedichte), die mit den Themenbereichen im Fragebogen im Zusammenhang stehen. Im Laufe des Schuljahres führten wir eine Umfrage unter 73 Student/innen durch, von denen 43 unter 18 waren, 30 über 18. Es wurden 28 Mädchen und 45 Jungen befragt. Während des Unterrichts wurden die Schüler/innen gebeten, einen Aufsatz und ein Gedicht über ihr Interesse an Musik und Sport zu verfassen. (Ausschnitte davon später im Text). Anlässlich unseres zweiten Workshops im März 03 in Österreich, Schwechat, fassten wir die Arbeit des ersten Jahres zusammen, werteten alle Ergebnisse, die wir an den verschiedenen Schulen erhoben hatten, aus und verglichen sie miteinander. Diese Ergebnisse zeigten ganz klar jene Probleme auf, mit denen unsere Teenager fertig werden müssen:
Dieser Prozentsatz zeigt, dass die Anzahl der Drogenkonsument/innen zurückgegangen ist. Wir können dies schon deshalb sagen, weil unsere Schule jetzt bereits einige Jahre an einem Drogenbekämpfungsprogramm teilnimmt. Besonders besorgniserregend für unsere Lehrer/innen ist die große Anzahl der Alkoholkonsument/innen. Wir haben uns gefragt, was die Ursache dieses Verhaltens sein könnte und wie wir unseren Student/innen helfen könnten. Viele unserer Schüler/innen kommen aus einer vernachlässigten und krank machenden Umgebung. Daher haben wir gewisse Schritte unternommen, um unsere Schüler/innen in verschiedene soziale Themen einzubinden und ihnen dabei zu helfen, sich aktiv an ihrem Schulleben und der lokalen Gemeinde zu beteiligen. Wir haben versucht, sie für die Bedürfnisse anderer Menschen, der Schwachen und Behinderten zu sensibilisieren. In unserer Schule gibt es eine Schulabteilung des katholischen Behindertenverbandes. Unsere Student/innen organisieren und beteiligen sich an verschiedenen Initiativen, die auf die Bedürfnisse der Behinderten ausgerichtet sind. Die Teilnahme am Schulprojekt des Socrates Comenius Programms zum Thema: »Der Lebensstil von Teenagern in einem vereinten Europa« bot unseren Teenagern eine Chance, etwas über ähnliche Probleme und Interessen ihrer Altersgenoss/innen in anderen europäischen Ländern zu erfahren. Dies wird es ihnen ermöglichen, einander zu treffen und einander kennen zu lernen und Vorurteile abzubauen. Unsere Schüler/innen erfuhren etwas über die Alltagsrealität ihrer Altersgenoss/innen und über Unterschiede sowie über Gemeinsamkeiten. Zudem war es für unsere Schüler/innen auch von Vorteil, das Bildungssystem des österreichischen Schulwesens kennen zu lernen, als sie eingeladen wurden, an den Unterrichtsstunden teilzunehmen. Im Folgenden findet sich ein Beispiel der Arbeiten der StudentInnen: ein Gedicht und ein Aufsatz.
EIN SPORTJAHR
Wenn die Sonnenstrahlen im Sommer auf uns fallen Und die unerträgliche Hitze vom Himmel sticht Sitz nicht rum und beklage Dich, sondern gehe und laufe am Strand. Im Frühling aber, Wenn die Felder voll bunter Blumen erstrahlen Spring auf Dein Rad Und fahr auf die Felder. Und im Herbst, wenn die Blätter von den Wipfeln der Bäume fallen scheinen alle ins Fitnessstudio zu laufen, um den Schweiß loszuwerden und schlank zu bleiben. Und dann der Winter, wenn der Schnee endlos zu fallen scheint verkriechen Sie sich nicht zu Hause, sondern gehen Sie langlaufen. Egal welche Jahreszeit, Sportliche Betätigung ist immer und überall möglich - Sport steht für Gesundheit! Emilia Bińkowska, Klasse 3A
SPORTOWY ROK
Kiedy słońce latem pražy I žar leje się z nieba, Zamiast siedzieć i się nudzić Po plažy pobiegaj Za to wiosna, Kiedy łaka kwiatami się mieni Wskocz na rower I jedž prosto na łono zieleni. A jesienią, kiedy liście Z drzew juž opadają Wszyscy idą na siłownię, Siódme poty wyciskają. No i zima, Śnieg za oknem prószyć nie przestaje, Zamiast zbijać w domu bąki, Na nartach poszalej. Obojętnie jaka pora roku właśnie jest wiczyć možesz zawsze, wszędzie - Sport to zdrowie jest! Emilia Bińkowska, Klasse 3A Der Einfluss der Musik auf unser Leben Musik ist eines der vielen Medien, die seit den frühesten Zeiten der Menschheit eingesetzt wurden und das seit jeher schon zu den beliebtesten zählte. Sie erlaubt es dem Komponisten, seine Gedanken, Meinungen, Einstellungen und Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie zu einem die Menschen verschiedener Rassen und Nationen auf der ganzen Welt verbindendes Element. Musik ist etwas, das sich permanent verändert. Zu jeder Epoche gab es gewisse, festgelegte Trends und Regeln für ihre Erschaffung. Bei den frühen primitiven Völkern war sie der Rhythmus zum Trommeln auf sehr einfachen Instrumenten; später, als Zivilisationen und Kulturen begannen sich zu entwickeln, wurde die Musik immer raffinierter und komplexer. In der Folge entwickelten sich viele neue Musiktypen, die sich manchmal stark von einander unterschieden, wobei jeder Typ jedoch Anhänger hatte. Heute müssen wir unsere Wahl treffen aus einer Mischung aller musikalischen Kompositionen, die jemals geschaffen wurden und die überlebt haben, angefangen mit den klassischen Komponisten, gefolgt von all den patriotischen Militärgesängen, den Nationalhymnen, bis zu den zeitgenössischen Komponisten des Jazz, Pop und Rock. Es ist unmöglich, alles, was mit Musik im Zusammenhang steht, zusammen zu fassen, da ständig Neues geschaffen wird und ich nicht denke, dass es jemanden gibt, der sagen könnte, er mag alle verschiedenen Arten von Musik oder er mag Musik überhaupt nicht. Musik hat auch immer eine Botschaft - versteckt oder offen. Jeder von uns wird zu jeder Zeit, abhängig von der jeweiligen Umgebung, in der er lebt, von seinem Alter, seinen Überzeugungen und Vorlieben immer etwas für sich entdecken. Oft jedoch bilden sich Stereotypen heraus, die zum Beispiel besagen, dass die jugendlichen Bewohner der Wohnblocks in den großen Städten immer Hip-Hop hören müssen, oder dass Leute über vierzig sich ganz der Kontemplation durch Werke von Mozart, Bach, Beethoven, Strauss hingeben oder dass ältere Mitmenschen nichts anderes zu tun haben als jene Lieder zu hören, die in der Zwischenkriegszeit gesungen wurden, bzw. der Musik, die mit Festtagen in Zusammenhang steht. Möglicherweise gilt dies für die Mehrheit, aber wir können die Menschen nicht so einfach nach ihrem bevorzugten Musiktyp kategorisieren. Eltern hören manchmal die bevorzugte Musik ihrer Kinder und oftmals akzeptieren sie sie insofern, als sie Elemente enthält, die für sie wichtig sind. In jüngster Zeit ist das Motto "Musik verbindet Generationen" sehr populär geworden. Und das scheint auch oft zu stimmen. Alte Lieder in neuen Arrangements gesungen von berühmten zeitgenössischen Sängern erstrahlen in neuem Glanz und werden von der jüngeren Generation akzeptiert. Musik verbindet jedoch nicht nur. Sie ist auch ein Grund für die zahlreichen Aufspaltungen unserer Gesellschaft in verschiedene Subkulturen. Hippies hören Reagge, Skats Hip-Hop, Metal Anhänger Metal Music, Punks Punk Rock und Skinheads unterschiedliche rassistische Bands. Man kann sagen, dass Musik die jeweilige Subkultur definiert. Die von den Bandleadern offenbarten Gedanken und Ansichten sind oft eine Lebensanleitung für jene, die die Musik hören. Manchmal identifizieren sich engagierte Fans so sehr mit diesen Ansichten, dass sie versuchen, ihr Leben so zu gestalten, wie dies von ihrer Lieblingsgruppe in ihren Liedern vorgeschlagen wird; oftmals wirft dies unterschiedliche Konflikte mit ihrer Umgebung, der Gesellschaft und dem Gesetz auf. Dennoch stellt es sich heraus, dass wir leider öfter religiöse Fanatiker antreffen als musikalische. Heutzutage sehen wir oft den Kampf der Subkulturen miteinander: die Skins schlagen die Punks und umgekehrt. Auch dies hat einen Zusammenhang mit der Musik, da der Inhalt der Songs dieser beider Gruppen sie dazu zwingt, die andere Partei zurückzuweisen. Meist liegt der Schlüssel dazu in ihren unterschiedlichen Einstellungen. Zweifelsohne beeinflusst Musik die Menschen. Manchmal ist dieser Einfluss beträchtlich, manchmal gering. Manche Menschen können stundelang klassische Musik hören und jedes Mal etwas Neues dabei empfinden. Andere wiederum stellen die Lautstärke so laut wie möglich, um sich ihre Opern anzuhören und »heulen« mit den Tenören, Baritonen oder Sopranen. Die musikalisch Begabten singen die Lieder ihrer Lieblingsinterpreten. Sie alle haben eine gemeinsame musikalische Leidenschaft. Die Musik ermöglicht es ihnen, sich zu entspannen, nachzudenken und manchmal ihren aufgestauten Emotionen freien Lauf zu lassen. Ich bin wirklich davon überzeugt davon, dass Musik auf jeden wirkt. Sie kann sowohl negative als auch positive Gefühle erwecken. Sie kann verzaubern, traurig stimmen, Glücksgefühle hervorrufen, Einen aufbauen. Meiner Meinung nach könnte die Welt ohne Musik nicht existieren. Meine Erfahrung mit Musik hat nicht nur mein Innenleben bereichert, sondern ich habe dadurch auch eine umfassendere Sicht der Welt und der Menschen erhalten. Meine Lieblingsinterpreten wie Kazik, Lady Pank, T. LOVE, Kult und einige andere Rockbands und vor allem Jacek Kaczmarski haben es mir mehr als einmal ermöglicht, durch ihre Texte die Welt aus einer weiteren Perspektive zu erfahren. In ihren Liedern konnte ich zahlreiche Hinweise auf mein eigenes Leben finden und ich weiß, dass viele Menschen, nicht nur meines Alters, ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Ich habe von meinen Idolen etwas über das Leben gelernt, aber ebenso habe ich in ihren Texten Beschreibungen von Situationen gefunden, die ich selbst erlebt habe. Ich kann mir mein Leben nicht ohne Musik vorstellen, da ich davon überzeugt bin, dass sie einen großen, positiven Einfluss auf Menschen ausübt, so wie das auch bei mir der Fall ist. Jakub Gołaszewski – Klasse Ia |
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